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Sein Leben Sathya Sai Baba wurde am 23. November 1926 in Puttaparthi, einem kleinen Dorf in Südindien, geboren. Sai Baba hat sich nicht durch Askese und Meditation
entwickelt, sondern wurde in aller Vollkommenheit geboren, um durch sein Wirken die Menschen auf den Weg des Dharma, das heißt der Rechtschaffenheit und des göttlichen Gesetzes zurückzuführen. Mit vierzehn Jahren
erklärte er seiner Familie, er habe eine Mission zu erfüllen: die Spiritualität in der Welt zu erneuern und die höchsten Prinzipien von Weisheit, Tugend, göttlicher Liebe und Frieden zu lehren, die alle Menschen im
täglichen Leben verwirklichen sollen.
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Er verließ seine Familie und wurde bald zum Mittelpunkt einer wachsenden Schar von Menschen aus Indien und der ganzen Welt, denen er Hilfe in allen Fragen des Lebens gab und gibt. Er gründete das nahe
seinem Geburtsort Puttaparthi gelegene Prasanthi Nilayam (Ort des höchstes Friedens), das heute zu einem großen spirituellem Zentrum geworden ist.
‘Die Welt braucht kein neues Glaubensbekenntnis, keine neue Religion, [...] sondern gute Menschen, die bereit sind, sich für das Wohl ihrer Brüder einzusetzen.’ ‘Nur wenn Gott Weg und Ziel ist,
erfährst Du wirklichen Frieden, Liebe und Wahrheit’ Sathya Sai Baba
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Puttaparthi mit Blick aufs Museum und Ashram
Sathya Sai Baba gibt Darshan, der Segensgang eines Heiligen, in der Halle mit ca. 4000 Devotees täglich
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2. Plötzlich, wie aus dem Nichts heraus, erschien ein Schneevogel vor ihren Augen. Ein wundervoller Schneevogel, mit langen weißen Flügeln und langen weißen Federn, und einem
violetten und blauen Kam auf dem Haupt. Seine Schnabelspitze hatte einen leichten Schimmer in Rot und Pink. Der Schneevogel breitete seine Flügel aus und bedeckte das kleine Mädchen für einen
Augenblick mit seinen Federn.
Er begann zu sprechen: ‚ Mein kleines Mädchen, komm mit mir mit, ich möchte dir zeigen, woher ich gekommen bin!’ Und das kleine Mädchen öffnete verwundert ihre Augen, schaute
den Schneevogel an und antwortete: ‚Ich kann nicht fliegen, ich bin ein kleines Mädchen!’ Ein warmes Lächeln kam vom Schneevogel: ‚Ganz besonders kleine Mädchen wie Du lieben es zu
fliegen! Komm auf meine Flügel, halte dich ganz fest und wir fliegen gemeinsam!’ Das Mädchen zog ihre Handschuh von ihren Händen, fasste ins Gefieder des Schneevogels und hielt sich fest. Der
Schneevogel spreizte wieder seine Flügel und beide flogen in die Lüfte hinauf, als erstes auf der Höhe der umgebenden Baumwipfel und Felsen, aber bald schon ging es höher und höher hinauf, bis
sie die Wolken erreichten. Aber auch die Wolken ließen sie zurück, und mit ihnen den Schneesturm. Nun flogen sie unter dem Blau des Abendhimmels, die Sonne tauchte den Westen schon in ein tiefes
Rot ein. Die Bergspitzen in ihrem Widerschein flimmerten in so vielen Rot- und Violetttönen, dass man denken konnte, sie würden von so vielen Schneevögeln bedeckt, die alle ihre Rot-Violetten
Schnäbel dem Himmel entgegenstrecken.
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1.
In den fernen Bergen des Himalaja lebte einst ein kleines Mädchen in einem kleinen Dorf. Sie arbeitete, wie es kleine Mädchen tun, half ihren Eltern, suchte nach Feuerholz für den Ofen, kochte für die Männer, die auf den Feldern arbeiteten, und trug das Wasser vom weit entfernten Brunnen nach Hause. Ein schwerer Winter brach in diesen Tagen über das kleine Dorf herein, und das Leben wurde sehr mühsam. Der Brunnen fror immer wieder erneut ein, das Feuerholz verschwand unter Eis und Schnee, und auch das Kochen in den Häusern war nicht einfach. Überall fegte der Wind durch die Löcher in den Fenstern herein und blies das Feuer immer wieder aus.
Das kleine Mädchen lief an einem dieser Tage in den Wald, um nach neuem Feuerholz zu suchen. Sie lief direkt in einen schweren Schneesturm. All ihre Fußstapfen waren unter dem frisch gefallen Schnee schnell
verschwunden. Und sie war bereits weit entfernt von ihrem Dorf. Die umliegenden Berge schauten so dunkel herab, als wenn sie drohen wollten. Die hohen Felsspitzen waren überdeckt mit Eis und Schnee. Der Schneesturm wurde immer
kräftiger, bis das kleine Mädchen ihre eigene Hände nicht mehr im Schneetreiben erkennen konnte. Sie begann zu weinen, ihre Tränen wurde zu Eis, was ihre Haut unter den Augen eben mehr schmerzen lies. Sie grub sich ein Loch in
den Schnee und legte sich nieder. Sie wusste nicht, ob sie diesen schweren Schneesturm überleben oder ob sie sterben würde. Vielleicht werden ihre Eltern im nächsten Frühjahr, wenn der Schnee schmilzt, ihren Leichnam finden und
beerdigen, dachte sie sich. Wie sie nahe dem Tode war, nicht mehr ihre kleinen Finger in ihren Handschuhen bewegen konnte, entschied sie sich, ihr Leben dem Schicksal zu überlassen, dem großen Schicksal, unsichtbar und
mysteriös, und schloss ihre Augen...
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Samadhi, das Grabmal für die Eltern von Sathya Sai Baba
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Sathya Sai Baba gibt Darshan den Frauen
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Einöde um Puttaparthi
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Das Eingangstor des zweiten Ashrams in Whitefield bei Bangalore.
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4. Eines Tages aber war das kleine Mädchen so entkräftigt von ihrer Hausarbeit, dass sie sich niedersetzte und
verharrte. Da tauchten auf einmal die Erinnerungen an den Schneevogel wieder auf. Sie fasste sich in ihre Tasche und fand das
Schneevogelei, an das sie sich so lange nicht erinnert hatte. Als sie es in ihre Hand nahm, brach die Schale auf und ein kleiner
Schneevogel zeigte seinen pink Farbenden Schnabel. Oh, was für ein wunderbares Lächeln lief nun über ihren Mund und ihre Wangen.
Sie erinnerte sich auf einmal an so vieles, was der Schneevogel zu ihr sprach vor einiger Zeit. Sie konnte nicht mehr länger das
Leben in einem eingeschneiten Dorf leben. Sie begann zu träumen, dass sie fliegen konnte. Und dann flog sie. Zuerst über die Hütten
ihres Dorfes, dann über die Baumwipfel, und über die schneebedeckten Felder.
Nach und nach kamen all die Dorfbewohner aus ihren Hütten und sahen das fliegende Mädchen mit ihren eigenen Augen.
Von diesem Moment an konnte keiner mehr einen Zweifel haben, dass kleine Mädchen und Jungen fliegen können. Die Menschen begannen
sich an Zeiten zu erinnern, wo sie selbst fliegen konnten. Und die Erinnerung reichte aus, bald schon begannen mehr und mehr
Dorfbewohner mit dem kleinen Mädchen über die Hütten und Felder zu fliegen. Doch wenn sie jetzt an sich selbst herab schauten,
sahen sie, dass sie keine normalen schweren menschlichen Körper mehr hatten. Nun trugen sie ein weiß schimmerndes Federkleid und
einen Schnabel, der pink Farbend in der Abendsonne aufblitzte. Wirklich niemand dachte mehr daran, Feuerholz für den Ofen zu
sammeln.
Wenn Du einen Schwarm von weißen Vögeln am Abendhimmel in diesen Tagen siehst, vielleicht fliegt er gerade
über Deinen Kopf hinweg, siehst Du vielleicht auch ganz vorne an der Spitze ein kleines Mädchen fliegen, welches immer noch an ihre
Träume glaubt, und ihre eigene Freiheit gefunden hat.
von Jens Eymann (Engl Original by Wendy und Jens /Feb 2002)
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3. Der Schneevogel flog nun zu einem dieser Berge, und tatsächlich existierte hier nur eine kleine Kolonie von Schneevögeln. Er sprach sanft zu einem der Vögel. Dieser rutsche ein kleines Stück zur Seite und
unter ihm wurde ein Nest mit ein paar Eiern sichtbar. Die Eier waren nicht größer als ein Daumen, überzogen mit schwarzen und weisen Flecken. Der Schneevogel ließ das kleine Mädchen sanft vom seinem Gefieder gleiten und nahm
ein Ei aus dem Nest.
Er drehte sich herum zu dem kleinen Mädchen und sprach: ‚Dieses Ei ist ein Symbol für all die Träume, die Menschen haben können. Die guten und die schlechten, die Träume, welche anderen helfen können, und
die Träume, die nur zur Selbstbefriedigung existieren. Du bemerktest, dass Du fliegen kannst, denn Du kannst Träumen, mein kleines Mädchen. Und so lange Du träumen kannst, so lange bringen Dich die Flügel eines Schneevogels zu
jedem Platz, den Du Dir wünschen kannst’. Er legte dem kleinen Mädchen das Ei in die Hand. Das kleine Mädchen war jetzt ganz still, überrascht wie ihr kleines Dorf in einem einzigen Augenblick sich in eine Traumlandschaft
verwandelte. ‚Fliege zurück zu deinem Dorf, mein kleines Mädchen. Erinnere Dich immer: Sei eine Hilfe für andere!’
Das kleine Mädchen nickte mit ihrem Kopf, und hielt das Ei umklammert. Da dachte sie auf einmal an ihre Eltern. Sie müssen sich sehr grosse Sorgen um ihr kleines Mädchen machen. Sie hatte ihr Dorf vor
einiger Zeit verlassen und war in einen heftigen Schneesturm geraten. Als dieser Gedanke von ihrem Zuhause in ihr aufstieg, flog sie über die Berge, flog zurück zu ihrem kleinen verschneiten Dorf, wo der Schneesturm immer noch
wütete. Als sie landete, waren ihre Eltern sehr froh, dass sie zurück war. Niemand konnte erklären, wie sie überlebt hat, und was geschehen war. Die Leute im Dorf glaubten nicht, was das kleine Mädchen ihnen erzählte. So blieb
für sie nur ein Leben, wie es alle anderen lebten. Aber es war immer noch ein harter Winter, das Leben war nicht einfach. Manchmal hatte das kleine Mädchen eine Idee, um das Leben einfach zu machen. Aber sie erhielt immer nur
die gleichen Antworten. ‚Wir haben es immer schon auf diese Art und Weise gemacht! Warum sollten wir es jetzt ändern?’ Manchmal schrieen sie sogar: ‚Oh diese verrückten Ideen eines kleines Mädchens!’ Und so versteckte das
kleine Mädchen seine Kreativität und kehrte zum Alltagstrott zurück, half ihren Eltern im Haushalt. Schneevögel? Fliegen können? Rote und Violette Bergspitzen? Ihre Erinnerungen verschwanden langsam wie der Morgennebel, wenn
die Stunden fortschreiten.
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Stadion und Schulen sowie Universitäten in Puttaparthi von einem Hügel aus.
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Vögel über Prashanti Nilayam, mit einem leuchtenden Schneevogelei!
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